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Streiks bei der Bahn: Rauft euch zusammen!

  • Frank-Thomas Wenzel
    VonFrank-Thomas Wenzel
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Die Ursache für den Tarikstreit bei der Bahn ist das verkorkste Tarifeinheitsgesetz der großen Koalition. Jetzt muss ein historischer Kompromiss her. Ein Kommentar.

So verfahren war schon lange kein Tarifkonflikt mehr wie der bei der Bahn. Die Streiks und die rechtlichen Schritte des DB-Managements illustrieren dies. Es kann nur eine Lösung geben: Die drei Hauptakteure müssen sich zusammensetzen und eine Lösung suchen: Konzernführung, Lokführergewerkschaft GDL und die konkurrierende Eisenbahnergewerkschaft EVG. Dass die Sache so vertrackt ist, haben wir der großen Koalition zu verdanken, die 2015 ein vermurkstes Paragrafenwerk auf dem Weg gebracht hat: das Tarifeinheitsgesetz (TEG).

Danach gelten bei konkurrierenden Arbeitnehmerorganisationen in einem Betrieb für alle Beschäftigten die Tarifverträge, die von der Gewerkschaft mit den meisten Mitgliedern ausgehandelt werden. Statt Frieden ist damit Unfrieden bei der Bahn entstanden. Die gesteigerte Rivalität hat im Unternehmen viel böses Blut erzeugt. Die kleine GDL und die EVG bekämpfen sich gegenseitig seit Jahren auf üble Art und Weise.

Deeskalation ist dringend gefragt. Und das ist die Aufgabe der Bahnführung. Sie muss moderieren – mit dem Ziel einer Aufteilung der Einflusssphären, damit beide Gewerkschaft langfristig überleben können. Eine Einladung zu Verhandlungen über einen solchen historischen Kompromiss muss der nächste Schritt sein. Er ist längst überfällig.

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