CHINA

Strategie gesucht

  • Andreas Schwarzkopf
    vonAndreas Schwarzkopf
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Deutschland und die anderen EU-Staaten müssen gegenüber China gemeinsame Ziele entwickeln und verfolgen, um nicht den kürzeren zu ziehen. Ein Kommentar.

Es ist zwar richtig, wenn Kanzlerin Angela Merkel bei den Gesprächen mit der chinesischen Führung auf einen besseren Marktzugang deutscher und damit europäischer Firmen pocht und über die Lage in Hongkong spricht. Das alleine wird nicht reichen. Deutschland und die anderen EU-Staaten benötigen eine neue Strategie gegenüber Peking.

Zum einen hat die Corona-Krise gezeigt, dass Europa in einigen Bereichen wie bei Medikamenten die Handelsketten überprüfen und womöglich neu organisieren muss. Das könnte heißen, dass einige Firmen verstärkt in Osteuropa statt in Asien produzieren.

Hinzu kommt der politische Konflikt zwischen den USA und China. Damit die EU-Staaten nicht zwischen die Fronten geraten, benötigen sie eine eigene Strategie. Wenn sie nicht nur ein großer Absatzmarkt für Produkte etwa der US-Technologiefirmen sein möchten, werden sie sich etwas einfallen lassen müssen.

Hilfreich wäre dabei, dass sich die Europäer darüber verständigen, was sie wollen und diese gemeinsamen Ziele auch vereint verfolgen. Doch davon sind sie noch weit entfernt.

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