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Strategie gesucht

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Die USA sollten ihre Politik gegenüber Iran ändern, weil sie mit maximalem Druck lediglich für einen weiteren teils militärischen Konflikt in einer ohnehin instabilen Region gesorft haben. Ein Kommentar.

Der Beschuss der Basis Basmaja mit irakischen und internationalen Truppen im Irak darf getrost als der fortgesetzte Konflikt zwischen den USA und Iran mit militärischen Mitteln verstanden werden, obwohl die Angreifer noch nicht eindeutig identifiziert sind. Schließlich ist es nur einer von vielen Angriffen auf US-Stützpunkte. Verdächtigt werden proiranische Gruppen, die seit der Tötung des iranischen Generals Qasem Soleimani durch US-Drohnen Anfang Januar aktiver vorgehen.

Einem anderen US-Präsidenten als Donald Trump würde man eine andere Strategie vorschlagen statt des maximalen Drucks, der bislang lediglich den Streit zwischen Washington und Teheran über die iranische Politik und das Atomabkommen eskaliert und damit lediglich für einen weiteren teils militärischen Konflikt in einer ohnehin instabilen Region gesorgt hat. Deutschland und die anderen EU-Staaten könnte man fragen, ob sie für diese gefährliche Nachbarschaft nicht eine eigene Strategie entwickeln wollen als die bisher gewählte. Doch man kennt die unzureichenden Antworten.

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