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Donald Trump gibt der deutschen Autoindustrie ein flüchtiges Geschenk. 

Kommentar zu Auto-Importen

Die Strafzölle bleiben der Knüppel in Donald Trumps Hinterhand

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Donald Trump hat ausnahmsweise an sich gehalten und die seit Monaten angedrohten Strafzölle für Autos vorerst in die Schublade verbannt. Doch das ist nichts weiter als eine Gnadenfrist. Unser Kommentar.

Die Autobauer strahlen, die Börse zieht an, der Eurokurs legt zu – so kann es sein, wenn Donald Trump ausnahmsweise an sich hält. Zwar ist man bei dem unberechenbaren US-Präsidenten nie sicher, ob es sich bloß um eine impulsive Aufwallung handelt, doch Meldungen, dass die seit Monaten angedrohten Strafzölle für Autos vorerst in der Schublade bleiben, klingen plausibel. 

Zu nervös sind die Aktienmärkte schon wegen des Handelskriegs mit China, zu genervt die Republikaner im Kongress und zu groß die Spannungen mit den Europäern in der Iran-Frage, um nun noch ein weiteres Pulverfass anzuzünden. 

Doch mehr als eine Gnadenfrist haben die deutschen und japanischen Autobauer, die von dem 25-prozentigen Aufschlag besonders betroffen wären, damit nicht gewonnen. Seine Strategie der Drohung und Erpressung hält Trump weiterhin für richtig. Er schwört den Zöllen keineswegs ab, er verschiebt sie bloß etwas – und pokert weiter. Und Großexporteur Deutschland wird in seinem Fokus bleiben. 

Das könnte man noch achselzuckend hinnehmen. Doch der Knüppel in Trumps Hinterhand befördert Unsicherheit, und die ist schlecht für jegliches Geschäft.

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