Terror in Frankreich

Sträflich unterschätzt

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Während Frankreichs Polizisten noch um ihre ermordeten Kollegen trauern, werden schockierende Schwachstellen beim Nachrichtendienst der Pariser Polizei offensichtlich.

Dass ein religiöser Eiferer, der Kontakte zu Salafisten pflegte, ausgerechnet in einer hochsensiblen Abteilung arbeitete, die unter anderem für den Kampf gegen Extremisten zuständig ist, erscheint unfassbar.

Zwar könnte der Wunsch nach persönlicher Rache an seinen Kollegen die Tat mit motiviert haben. Doch der berufliche und persönliche Frust des Täters geriet im Zusammenspiel mit seinen radikalen Einstellungen zu einem Risiko, das von den zuständigen Behörden sträflich unterschätzt wurde.

Ebenso beunruhigend ist aber auch der Umgang mit diesen Informationen: Zu Recht muss sich Innenminister Castaner fragen lassen, ob Unliebsames bewusst zurückgehalten wurde und warum er zunächst so vehement jeden Verdacht auf eine Terrorspur zurückwies. Sollte er keine überzeugenden Antworten geben können, droht der Regierung und dem Macron-Vertrauten Castaner ein handfester Skandal.

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