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In der Union diskutiert man über die Wiedereinführung der Wehrpflicht. Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums bezeichnete den Grundgedanken in der Debatte als "gut und wichtig".

Wehrpflicht

Sinnfreie Debatte

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Dieselbe CDU, die die Wehrpflicht 2011 beendet hat, denkt jetzt über eine Wiedereinführung nach. Das ist so überflüssig wie unrealistisch. Ein Kommentar.

Man kann ja über alles reden. Aber jetzt über die Wiedereinführung der Wehrpflicht in Form einer allgemeinen Dienstpflicht zu reden, ist schon einigermaßen abenteuerlich.

Erstens ist sie 2011, also gewissermaßen gerade erst, ausgesetzt worden – und zwar unter Führung eben jener Union, die neuerdings über die Wiedereinführung diskutiert. Sie ist nicht zuletzt deshalb ausgesetzt worden, weil seinerzeit nur ein Teil der Wehrpflichtigen „gezogen“ wurde. Das wäre heute nicht anders. Die damalige schwarz-gelbe Koalition konnte sich überdies nicht zur Einführung einer allgemeinen Dienstpflicht durchringen, obwohl es dafür gute Argumente gegeben hätte. Das lässt sich nun aber nicht einfach wieder ändern.

Im Übrigen wurde die Bundeswehr seit der deutschen Einheit 1990 in gewisser Weise zugrunde reformiert. Die Wiedereinführung der Wehrpflicht wäre eine weitere Reform ohne Sinn und Verstand.

Mit anderen Worten: Für und Wider der allgemeinen Wehrpflicht – das ist theoretisch eine hübsche Debatte. Praktisch führt sie bis auf Weiteres und verdientermaßen ins Nichts.  

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