Auf Igor Matovic lastet eine große Verantwortung.
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Auf Igor Matovic lastet eine große Verantwortung.

Kommentar

Signale des Aufbruchs

  • Ulrich Krökel
    vonUlrich Krökel
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In der Slowakei setzt eine Mehrheit darauf, dass der Unternehmer Igor Matovic die Korruption beendet. Seine Wahl ist nicht ohne Risiko. Der Kommentar.

Die Menschen in der Slowakei sind ungeduldig, sie verlangen ein sofortiges Ende von Korruption und Oligarchie. Deswegen wählten sie am Samstag mit dem 46-jährigen Unternehmer Igor Matovic einen Mann, in den sich all ihre Sehnsüchte projizieren lassen.

Das ist nicht ohne Risiko, denn niemand kann sagen, ob Matovic die Slowakei aus der Demokratiekrise führen kann. Offenbar wurde der Zustand des EU-Landes nach dem Mord am Journalisten Jan Kuciak 2018: Die Ermittlungen zeigten, dass sich unter dem Linkspopulisten Robert Fico ein mafioser Staat im Staate herausgebildet hatte.

Kuciaks Tod wurde zum Fanal des Aufbruchs. 2019 wählten die Slowaken die Bürgerrechtlerin Zuzana Caputova sensationell ins Präsidentenamt, nun den etwa gleichaltrigen Premier. Auf dem Duo lastet eine riesige Verantwortung, die jede Unterstützung aus Brüssel und Berlin verdient. Denn geht das Experiment gut, wird das auch auf Polen, Ungarn und Tschechien mit ihren populistischen Regierungen ausstrahlen.  

Von Ulrich Krökel

Polens herrschende Rechtsnationalisten verschieben die Präsidentenwahl – ein bisschen. Und eigentlich verfassungswidrig. Jedes Mittel ist ihnen recht, um an der Macht zu bleiben.

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