Proteste in Hongkong: China will keine Schwäche zeigen.
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Proteste in Hongkong: China will keine Schwäche zeigen.

Kommentar

Das Signal aus Peking

  • Marina Kormbaki
    vonMarina Kormbaki
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China will sich der Corona-Pandemie kein Zeichen der Schwäche zeigen. Aggression nach außen soll den Zusammenhalt im Innern stärken. Der Kommentar.

Chinas Kommunistische Partei setzt auf die Macht der Bilder. Und sie setzt auf Bilder ihrer Macht. Dazu dient der jährliche Nationale Volkskongress. 3000 Delegierte aus dem ganzen Land finden sich in Peking ein, um die Verlautbarungen der Partei abzunicken.

Die inszenierte Eintracht soll der Partei die Gefolgschaft der Bürger sichern. Das ist nicht leicht zu einer Zeit, da China zum Ursprungsland einer Pandemie wurde und darüber selbst in wirtschaftliche Schwierigkeiten gerät. Doch Präsident Xi Jinping schafft jetzt Erstaunliches. Um keine Unruhe aufkommen zu lassen, hält er sogar am Ziel fest, die Armut im Land bis zum Jahresende beseitigt zu haben.

Der Zusammenhalt im Innern wird aber nicht nur mit Milliardenkrediten erkauft, sondern auch mit Aggression nach außen. Der Frontalangriff gegen die Autonomie Hongkongs soll Anzeichen von Führungsschwäche tilgen. Die Botschaft an die Bürgerrechtler in der Sonderverwaltungszone sowie an den Westen ist klar: Selbst eine Pandemie bringt China nicht von seinem Führungsanspruch ab.

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