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Sicherheitsbehörden: Spektakel der Versager

  • VonAndreas Förster
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Ein Hubschrauber, ein GSG-9-Kommando mit Sturmhauben und Maschinenpistolen: Die Festnahme des mutmaßlichen Terrorhelfers André E wird zum unnötigen Spektakel. Die deutschen Sicherheitsbehörden bieten ein Bild des Jammers, sie sind demoliert. Daran ändert ein Hubschraubereinsatz nichts.

Bist du völlig demoliert/dann ist es gut, wenn er rotiert/Hub-Hub-Hubschraubereinsatz“, sangen einst Max Goldt und Gerd Pasemann von der Band Foyer des Arts. Ein hochaktuelles Lied, mit dem man die gestrige Festnahmeaktion im beschaulichen Grabow in Brandenburg untermalen könnte. Ein Hubschrauber, ein GSG-9-Kommando mit Sturmhauben und Maschinenpistolen – da fehlte eigentlich nur noch der erschossene Hofhund. Die deutschen Sicherheitsbehörden greifen durch, so die Botschaft der martialischen Aktion.

Dabei hätte man André E. vor ein paar Tagen einfach und ohne Tamtam in Zwickau festnehmen können, in seiner Wohnung. Die Erkenntnislage, die ihn als Helfer der mutmaßlichen Rechtsterroristen verdächtig erscheinen lässt, hat sich in den letzten Tagen nicht verändert. Aber so ist es natürlich viel eindrucksvoller. Da fragt dann auch keiner mehr danach, warum die Ermittler nicht auch längst die Wohnungen anderer möglicher Terrorhelfer durchsucht haben. Warum Behördenchefs in parlamentarischen Gremien ahnungslos mit den Schultern zucken und, bewusst oder aus Unvermögen, peinlich falsche Fährten legen.

Deutsche Sicherheitsbehörden haben in diesem Jahrhundertverbrechen versagt, und sie versagen noch immer. Sie bieten ein Bild des Jammers, sie sind demoliert. Daran ändert ein Hubschraubereinsatz nichts.

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