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Zwei von drei Deutschen sind laut Umfragen für Sterbehilfe.
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Zwei von drei Deutschen sind laut Umfragen für Sterbehilfe.

Sterbehilfe

Selbstbestimmt am Lebensende

  • Karin Dalka
    VonKarin Dalka
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Es gibt nur ein Recht, keine Pflicht zum Leben. Deshalb sollte sich Deutschland ein Beispiel an der kanadischen Provinz Québec nehmen, die die Sterbehilfe legalisiert.

Die kanadische Provinz Québec legalisiert die Sterbehilfe, damit tut sie es vielen Nachbarländern Deutschlands gleich. Hierzulande geht die Union den entgegengesetzten Weg: Sie will jede Form organisierter Beihilfe zum Suizid künftig unter Strafe stellen – obwohl eine Mehrheit der Deutschen eine Liberalisierung verlangt.

Es gibt auch in Deutschland Mediziner, die unheilbar kranken und leidensmüden Menschen, die nur noch sterben wollen, ein tödliches Medikament verschaffen – weil sie darin einen letzten Dienst am Menschen sehen. Nur wenige sprechen öffentlich darüber. Suizidbeihilfe ist das große Tabu. Es ist nicht nur tief verankert im traditionellen Selbstbild der meisten Ärzte, es wird auch zementiert durch ein Standesrecht, das bei Sterbehilfe mit einem Entzug der Approbation droht.

Kein Geschäft mit dem Tod

Spätestens seit Einführung verbindlicher Patientenverfügungen hat sich im kollektiven Bewusstsein jedoch der richtige Gedanke durchgesetzt: Es gibt ein Recht, aber keine Pflicht zum Leben. In dieser Logik muss der deutsche Gesetzgeber endlich weiterdenken. Wer das Recht auf Selbstbestimmung respektiert und zugleich dubiosen Sterbehilfe-Vereinen das Handwerk legen will, die mit dem Tod Geschäfte machen, der schafft Transparenz durch klare Regeln und verhindert Missbrauch durch strenge Kriterien und Kontrollen. Québec macht es vor.

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