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Heizt die Debatte an: Horst Seehofer.

Suizid nach Abschiebung

Seehofers Schadenfreude ist unangebracht

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Abschiebungen nach Afghanistan erscheinen nach dem Suizid in Kabul in einem anderen Licht. Die Aussagen von Innenminister Seehofer auch. Ein Kommentar.

Manchmal ist die Realität so zynisch, dass auch Kabarettisten der Atem stocken muss. Am Dienstag war Innenminister Horst Seehofer höchst zufrieden, dass an seinem 69. Geburtstag 69 Menschen nach Afghanistan abgeschoben worden seien. Das Zahlenspiel passte ja so schön zur Vorstellung seines Masterplans.

Die ebenso selbstgefällige wie geschmacklose Aussage des CSU-Politikers ist zu Recht scharf kritisiert worden. Nur einen Tag später wurde bekannt, dass sich einer der Abgeschobenen in Kabul das Leben genommen hat. Das verleiht Seehofers Worten eine neue Wucht.

Schadenfreude, das sollte ein Mitglied der Bundesregierung wissen, ist unangebracht, wenn es um das Schicksal von Menschen geht. Es verbirgt sich nun einmal hinter jeder einzelnen Zahl ein Mensch. Leider spielt das in der Debatte, wie sie Seehofer und die CSU-Spitze seit Wochen anheizen, keine Rolle mehr. Es bleibt die bittere Frage, was eigentlich noch passieren muss, damit die Bundesregierung zu dem Schluss kommt, dass Abschiebungen nach Afghanistan inhuman sind.

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