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Österreichs ehemaliger Kanzler Sebastian Kurz.
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Sebastian Kurz musste als Österreichs Kanzler zurücktreten. Im Rahmen des Korruptionsskandals kommt es nun zu einer Festnahme.

Österreichs Ex-Kanzler

Sebastian Kurz: Viel zu lange hofiert

  • Damir Fras
    VonDamir Fras
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Aufstieg und Fall des österreichischen Ex-Bundeskanzlers sollte vor allem den Konservativen in Europa eine Lehre sein. Viel zu lange haben sie in ihm einen neuen Politikertypus gesehen. Ein Kommentar.

Sebastian Kurz ist weg. Der frühere Bundeskanzler der Republik Österreich will sich jetzt völlig aus der Politik zurückziehen. Ein Schaumschläger weniger in den Zentralen der Macht: Das darf durchaus gefeiert werden.

Das System Kurz ist implodiert. Der junge, smarte Mann hat sich das selbst zuzuschreiben. Nicht die Justiz hat ihn zu Fall gebracht, nicht die Medien – er selbst war es, der sich ein öffentliches Saubermann-Image gegeben hat, hinter verschlossenen Türen aber Vetternwirtschaft betrieb und womöglich auch Korruption.

Ob er sich strafbar gemacht hat, müssen noch die Gerichte feststellen. Doch fest steht: Kurz’ Ziel war immer nur der eigene Aufstieg. Eine klare Vorstellung davon, wie er durch redliche politische Arbeit das Land voranbringen könnte, hatte er nicht.

Aufstieg und Fall des Sebastian Kurz sollten nicht nur, aber vor allem den konservativen Parteien in Europa eine Lehre sein. Sie haben Kurz viel zu lange hofiert und in ihm einen neuen konservativen Politikertypus gesehen. Der vermeintliche Superstar aus Wien hatte auch viele Anhänger in CDU und CSU. Dabei haben sie nicht bemerken wollen, dass es Kurz an moralischer Festigkeit fehlt. Für die Zukunft braucht es bessere Vorwarnsysteme. Der nächste „Wunderwuzzi“ steht irgendwo schon in den Startlöchern.

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