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Das Vorgehen des Bundeswirtschaftsministeriums von Peter Altmaier (CDU) schadet allen. 

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Schweigen schadet allen, auch der Wirtschaft

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Gegen Korruption und Betrug helfen oft nur, ehrliche Mitarbeiter, die als Whitsleblower Missstände offenlegen. Das Wirtschaftsmininsterium will das behindern - ein Fehler. Ein Kommentar.

Mit Skandalen kennt man sich in Deutschland weiß Gott aus. Kartelle, Korruption, Betrug, alles schon zigfach da gewesen. Im Dunkeln wuchern die Krebsgeschwüre der hiesigen Wirtschaft. Und wenn sie eines Tages, groß und hässlich geworden, sichtbar werden, ist das für alle Beteiligten nicht schön. Erinnert sei nur an die Fälle Siemens und Volkswagen. Die Korruption hier, der Betrug dort hat die Unternehmen aus der Bahn geworfen, Aufarbeitung und Strafzahlungen haben Milliarden gekostet.

Solche Fälle werden verhindert, wenn das Übel frühzeitig entdeckt und beseitigt wird. Da ist es wie in der Medizin: Je früher gehandelt wird, desto besser stehen die Chancen auf rasche Genesung. Ehrliche Beschäftigte, die als Whistleblower auf Missstände aufmerksam machen, gehören deshalb geschützt. Das Bundeswirtschaftsministerium von Peter Altmaier (CDU) tut weder den von Missständen betroffenen Firmen noch ihren ehrlichen Konkurrenten noch dem Image der deutschen Wirtschaft einen Gefallen, wenn es sich gegen Aufklärung stellt – selbst wenn es das glaubt. 

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