Das schwärzeste aller schwarzen Verbrechen

Zu: "Die Qual der Tiere", FR-Wissen vom 27. November

Fast tragisch anmutende Qual des Forschers

Mit diesem vielversprechenden Artikel beschreiben Sie die fast schon tragisch anmutende Qual des Forschers. Sie heben auf die Wissenschaftsfreiheit ab. Doch schafft eine solche Forschung Wissen? Allenfalls bestätigt oder widerlegt sie die vorher vom Versuchsleiter zurechtgelegten Gedanken. Tiere im freien, natürlichen Umfeld sind wahrlich geeignete Lehrer für die Menschen. Doch dieses Wissen ist nicht in den Betonburgen eines "wissen-schaftlichen" Instituts zu erlangen.

In diesem Sinne ist sicherlich eine "ausgewogene Berichterstattung" nicht nur unangebracht, sondern geeignet, selbst zum Unterstützer einer Wissenschaft zu werden, die sich von den Bedürfnissen der Menschen weit entfernt hat. Sven Peter Moritz, Emmendingen

Ergebnisse meist nicht übertragbar

Als Arzt stelle ich die Frage, warum Herr Kreiter als Nichtarzt und Nichttierarzt überhaupt Operationen an Tieren durchführen darf. Wenn die Belastung für die Tiere so gering ist, wie Herr Kreiter vorgibt, und wenn die Tiere nicht leiden, dann frage ich mich auch, warum Herr Kreiter die Versuche nicht an sich selbst durchführt und nachher selbst auswertet. Nur so wäre sichergestellt, dass er verwertbare Ergebnisse für den Menschen erhält. Das grundsätzliche Problem der Tierversuche besteht ja bekanntlich darin, dass sie meistens nicht auf den Menschen übertragbar sind. Dadurch werden Tierversuche zum reinen Glücksspiel. Die verheerenden Nebenwirkungen von im Tierversuch getesteten Medikamenten wie Contergan usw. beweisen dies eindeutig. Wo ist zumindest ein Resultat aus den über zehn Jahren dauernden Tierversuchen Kreiters, das wenigstens einem Menschen geholfen hat? Fehlanzeige! Ich verurteile als Arzt eine Wissenschaft, die Mitgeschöpfe quält und tötet, als moralische Bankrotterklärung. Wie schon Gandhi sagte: "Der Tierversuch ist das schwärzeste aller schwarzen Verbrechen." Dr. Ernst W. Henrich, Staad (CH)

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