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Am 7. Mai wird in Frankreich gewählt.

Wahlempfehlung

Die Schwäche der Linken

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Teile der Linken sind von den Grundwerten des freien Westens so weit entfernt wie die Rechten, die es zu bekämpfen gilt. Ein Kommentar.

Es ist unentschuldbar, dass sich bedeutende französische und deutsche Linke nicht zu einer klaren Wahlempfehlung für den Präsidentschaftskandidaten Emmanuel Macron aufraffen können. In Frankreich stehen am Sonntag nicht Pest und Cholera zur Wahl, sondern die Zukunft der EU wie die Zukunft des Westens als eines Zusammenschlusses parlamentarischer Demokratien insgesamt.

Wenn Linken-Politikerin Sahra Wagenknecht sagt, Macron und vorher Hillary Clinton in den USA verträten jene neoliberale Politik, die die Trumps und Le Pens erst möglich machten, dann klingt das wie eine Entschuldigung, ja beinahe wie eine Aufforderung, beiden im Zweifel aus Protest ihre Stimme zu geben – ungeachtet des Rassismus, den sie repräsentieren, und der Schäden, die sie anrichten.

Das nicht zu sehen oder gering zu schätzen, ist fatal. Und es zeigt leider erneut, dass Teile der Linken in Deutschland und Frankreich von den Grundwerten des freien Westens so weit entfernt sind wie jene Rechtsaußen, die es in diesen Zeiten zu bekämpfen gilt.

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