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Bundeswehrsoldaten der ISAF-Schutztruppe auf Patrouille in einem gepanzerten Dingo (Bundeswehrfahrzeug) in Mazar-e Sharif (Afghanistan) zur Sicherung des Flugverkehrs vom Camp Marmal.

Bundeswehr

Schwache Konzepte

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Die Bundesregierung kann mit den Begründungen für die verlängerten und teils aufgestockten Bundeswehr-Einsätze nicht überzeugen.

Mach langsam, wenn es schnell gehen soll, lautet ein Spruch in der Bundeswehr. Die Bundesregierung hätte ihn beherzigen sollen. Denn bei dem Beschluss, sechs Auslandseinsätze der Truppe zu verlängern und teils auszuweiten, passt vieles nicht zusammen.

In Afghanistan sollen nach dem teilweisen Abzug von Soldaten im Jahr 2015 zusätzliche Uniformierte dafür sorgen, dass die Ausbilder ihre Mission erfüllen können. Aufständische haben mit ihren Attacken das Land unsicherer gemacht und damit den Aufbau behindert. Dies ist nicht neu bei dem Einsatz, der für Deutschland 2002 begann. Doch statt mit den immer gleichen Mitteln auf die komplexe Lage am Hindukusch zu reagieren, sollte gefragt werden, was bisher erreicht wurde und was verbessert werden muss.

Ähnliches gilt für den Einsatz im Irak. Dort soll die Bundeswehr etwa dabei helfen, das zerstörte Mossul von Sprengfallen zu befreien. Das ist nicht in den wenigen Monaten zu schaffen, auf die der Einsatz begrenzt ist.

Ministerin Ursula von der Leyen sagt gerne, Deutschland müsse international mehr Verantwortung übernehmen. Sie wird ihrer Verantwortung gegenüber den Soldaten und den Bürgern mit diesen Konzepten für die Einsätze nicht gerecht.

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