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Die weltweit wichtigste Mobilfunk-Messe MWC in Barcelona fällt in diesem Jahr wegen der Coronavirus-Gefahr aus.

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Grund zur Panik gibt es in Deutschland nicht. Aber Warnungen, dass unser Gesundheitssystem für eine Pandemie schlecht gerüstet ist, müssen ernst genommen werden. Ein Kommentar.

Je unbekannter der Gegner ist, umso größer muss die Vorsicht sein. Das Robert-Koch-Institut hat gerade dargelegt, dass es noch viel Ungeklärtes zum Coronavirus gibt. Wie lange dauert es, bis Infizierte Beschwerden entwickeln? Wie lange sind Erkrankte infektiös?

Anlass zur Panik besteht angesichts weniger und bislang milder Krankheitsverläufe in Deutschland nicht. Das gilt, obwohl die Experten unmissverständlich warnen, es könne zu einer „weltweiten Ausbreitung des Virus im Sinne einer Pandemie“ kommen. Die Situation ist zumindest so ernst, dass alle Vorsichtsmaßnahmen dahin gehend geprüft werden müssen, ob sie ausreichen. Die Mobilfunkmesse in Barcelona fällt wegen der Angst vor dem Coronavirus aus. Die Internationale Tourismusbörse (ITB) in Berlin soll stattfinden. Das geht, Stand jetzt, in Ordnung. Aber auch künftig dürfen wirtschaftliche Interessen zu keiner Zeit wichtiger sein als die Gesundheit.

Wir müssen es ernst nehmen, wenn Experten sagen, dass unser kostenoptimiertes Gesundheitssystem auf die Herausforderungen einer Pandemie nur mäßig vorbereitet ist. Die Politik ist gefordert zu entscheiden, wo auf die Schnelle nachgerüstet werden kann. Und wir müssen überlegen, welche Lehren, etwa für eine bessere Ausstattung der Gesundheitsämter, für die Zukunft gezogen werden können. Bericht S. 39

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