Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Auf dem Straßenstrich in Paris.
+
Auf dem Straßenstrich in Paris.

Prostitution

Schutz statt Schikanen

  • Karin Dalka
    VonKarin Dalka
    schließen

Zwangsprostitution ist ein lukratives Geschäft, und ihre Profiteure kennen keine Skrupel. Nun sucht die große Koalition nach Wegen, Frauen und Mädchen besser zu schützen. Die Reform des Prostitutionsgesetz darf kein Vorwand für neue Schikanen gegen Sexarbeiterinnen werden.

Union und SPD sind sich einig, dass Frauen und Mädchen besser vor Zwangsprostitution geschützt werden müssen. Und das ist auch bitter nötig. Denn mit der Ware Sex lässt sich viel Geld verdienen, sehr viel Geld. Verglichen mit anderen Formen von Zwangsarbeit – etwa in der Landwirtschaft oder in privaten Haushalten – ist Zwangsprostitution am profitabelsten. Das macht die Branche für skrupellose Kriminelle so attraktiv. Dabei schotten sie ihre illegalen Geschäfte so geschickt ab, dass sich Polizei und Justiz sehr schwertun, den Menschenhändlern das Handwerk zu legen. Für die Opfer gibt es aus dieser Unterwelt moderner Sklaverei kein Entrinnen.

Sexarbeit nicht stigmatisieren

Das zu ändern, muss das Ziel der Reform des Prostitutionsgesetzes sein. Es geht mitnichten darum, allen Sexarbeiterinnen mit neuen Schikanen das Leben schwerzumachen. Manche Vorschläge aus der Union atmen jedoch genau diesen Geist, auch wenn die Christdemokraten beteuern, Prostituierte nicht stigmatisieren zu wollen. Wenn Frauenministerin Manuela Schwesig also verhindern will, dass quasi subkutan moralische Vorstellungen die Gesetzgebung dominieren, dann muss ihr Haus jeden einzelnen Vorschlag daraufhin abklopfen, ob er tatsächlich dem Schutz von sexuell ausgebeuteten Frauen dient. Diese Sorgfalt ist die Politik ihnen schuldig.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare