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Heute hingegen können Kinder nicht einmal mehr von Schneemännern träumen.

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Schnell mal langsamer

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Ein Tempolimit von 130 Stundenkilometern auf Autobahnen rettet das Klima nicht. Aber sinnvoll wäre es trotzdem. Ein Kommentar. 

Der letzte Winter, der diesen Namen verdient, liegt jetzt zehn Jahre zurück. In den Wintermonaten 2009 und 2010 war es in Deutschland sehr kalt. Zudem lag eine Menge Schnee. Heute hingegen können Kinder nicht einmal mehr von Schneemännern träumen. Dass dies mit dem Klimawandel zusammenhängt, gilt unter Fachleuten als unstreitig.

Nun sagen selbst Grüne, dass ein Tempolimit von 130 Kilometern pro Stunde auf Autobahnen einen lediglich bescheidenen Beitrag im Kampf gegen den Klimawandel leisten würde. Die Angaben reichen von einer Reduktion des jährlichen CO2-Ausstoßes um minimal 0,5 bis maximal 1,6 Prozent. Und doch spricht alles für ein Tempolimit.

Ein geringfügig niedrigerer CO2-Ausstoß wäre mehr als nichts. Kleinvieh macht auch Mist. So oder so würde die Unfallgefahr deutlich sinken – und damit die Zahl der Toten und Verletzten. Wer jetzt vor Verboten und einem Verlust von Freiheit warnt, dem sei gesagt: Ein Tempolimit wird perspektivisch noch eines der geringsten Verbote sein. Denn tatsächlich bedroht der Klimawandel unsere gesamte industrielle Lebensweise.

Wenn wir nicht schnell und radikal umsteuern, wird davon nichts übrig bleiben – und damit nichts von dem, was wir Freiheit nennen. 

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