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Das Dublin-Verfahren funktioniert nicht, sagt FR-Korrespondent Norbert Mappes-Niediek.
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Das Dublin-Verfahren funktioniert nicht, sagt FR-Korrespondent Norbert Mappes-Niediek.

Flüchtlinge in Österreich

Den Schleppern ausgeliefert

  • Norbert Mappes-Niediek
    VonNorbert Mappes-Niediek
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Das Dublin-Verfahren funktioniert nicht. Deswegen haben Schlepper Erfolg, wo Flüchtlinge legal nicht weiterkommen. Der Kommentar.

Die allermeisten Schlepper sind Verbrecher; das stimmt schon. Es gilt nicht nur für den Fahrer des Lkw, der Dutzende Flüchtlinge auf der Autobahn in Österreich ersticken ließ und sich dann aus dem Staub machte. Es gilt genauso für die, die den Menschen ihr letztes Geld nehmen und sie dann weit vor der Grenze irgendwo im Wald absetzen – oder, wie in Mazedonien, in einen Güterzug locken und dann auf ein Abstellgleis schieben.

Wer sich über dieses Gelichter glaubwürdig empören will, sollte aber aufhören, ihm Flüchtlinge regelrecht in die Arme zu treiben. Schlepper haben nur da Erfolg, wo man legal nicht weiterkommt. Überteuerte Fahrkarten von einem Vorstadtgauner kauft nur, wer am Schalter keine kriegt. In die Ladefläche eines Lkw mit vierschrötigem Fahrer steigt nur, wer fürchten muss, zurückgeschickt zu werden.

Würde die Dublin-Regel – nach der jeder Flüchtling dort aufgenommen wird, wo er den Schengen-Raum zuerst betreten hat – funktionieren, könnte man Flüchtlinge zwischen Ungarn und Portugal getrost frei reisen lassen. Schließlich könnte man sie ja bei Bedarf dann in ihr Asylland zurückschicken. Da Dublin aber nicht funktioniert, landen innerhalb des Schengen-Raums am Ende doch alle da, wo sie hinwollen. Wenn sie es überleben.

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