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Homophobie existiert in Deutschland weiter, nur weniger offen als noch vor einigen Jahren.
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Homophobie existiert in Deutschland weiter, nur weniger offen als noch vor einigen Jahren.

Homophobie

Scheinheilige Sorgen

  • Daniela Vates
    VonDaniela Vates
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Konservative fürchten einen Anstieg von Homophobie durch Flüchtlinge.

Unversehens machen sich Vertreter des konservativen Lagers Sorgen um das Wohlergehen von Homosexuellen, nachdem sie sich bisher vor allem darum gesorgt haben, die Ehe davor zu retten, auch von Schwulen und Lesben geschlossen werden zu können.

Die um sich greifende Liberalität hat einen Grund: Wenn schon keine Grenzen geschlossen werden, soll die Abgrenzung von Flüchtlingen auf andere Weise funktionieren.

Das Vorurteil gegenüber Flüchtlingen ist dann wichtiger als alles andere und aus Fehlverhalten einzelner wird die Verurteilung von Hunderttausenden abgeleitet, weil es ins Weltbild passt. Zur Erinnerung: Frauen verdienen weiter deutlich weniger als Männer, auch das ist eine Form von Sexismus.

Deutschland hat die Strafbarkeit von Homosexualität erst 1994 abgeschafft. Und Homophobie existiert in Deutschland weiter, nur eben weniger offen als noch vor einigen Jahren. Die neue Heiligkeit ist also eher eine Scheinheiligkeit.

Da das Outing nun schon geübt ist, wäre ein weiteres vorzuschlagen: Die, die sich als Wertebewahrer verstehen, könnten in Deutschkursen und in Flüchtlingsunterkünften mit anpacken oder sich einfach mal als Menschenfreunde erweisen. Sind sie immer schon gewesen, klar. Hat nur keiner gemerkt.

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