Stickoxide

Schaut auf die Messwerte

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Die hohen Stickoxidbelastung in den Städten lässt die Debatte über Grenzwerte als widersinnig erscheinen. Der Kommentar. 

Traue keiner Statistik, die Du nicht selbst gefälscht hast.“ Der Spruch passt zur Lage, in der nun neue Zahlen zur Belastung der Luft mit Stickstoffdioxid in Deutschlands Städten vorgelegt worden sind. Nicht darüber, wie sich die Zahlen entwickelt haben, wird in erster Linie diskutiert. Nicht die Feststellung, dass die Luftqualität leicht besser geworden ist, oder die Frage, woran es liegt, dass trotz aller Bemühungen immer noch zahlreiche Städte die seit 2010 (!) geltenden Vorgaben immer noch nicht einhalten, dominieren die Debatte.

Es ist eine Debatte des Misstrauens in Grenzwerte und des Misstrauens gegenüber der Aussagekraft von Messwerten und Methoden. Eine Debatte, die grenzwertig ist. Weil sie auf Dauer Vertrauen zerstören kann, wenn sie weitergeht wie bisher.

Unabhängig von den Debatten über Sinn oder Unsinn der Grenzwerte lohnt ein Blick auf die vorliegenden Messwerte. Sie sind alles andere als ein Grund zur Entwarnung. Sie zeigen, dass die eingeleiteten Maßnahmen fast überall nicht den gewünschten Effekt gebracht haben. Bisher jedenfalls nicht.

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