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Die Verteidigungsminister treffen sich in Brüssel.
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Die Verteidigungsminister treffen sich in Brüssel.

Nato-Treffen

Säbelrasseln hilft nicht

  • Andreas Schwarzkopf
    VonAndreas Schwarzkopf
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Die Nato stationiert Kampftruppen in Osteuropa. Sie hätte es lieber lassen sollen. Nur geduldiges Verhandeln hilft. Ein Kommentar.

Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben, wenn es dem bösen Nachbarn nicht gefällt. Getreu dieser Weisheit will die Nato im kommenden Jahr multinationale Kampftruppen in den Mitgliedstaaten Polen, Litauen, Lettland und Estland stationieren. Das Militärbündnis will die Menschen dort beruhigen. Sie fühlen sich bedroht, seit im Jahr 2014 die Ukraine-Krise mit der Annexion der Krim durch Russland begann.

Das Bündnis wäre klüger beraten gewesen, sich nicht vom Nachbarn provozieren zu lassen und auf ein Säbelrassseln zu verzichten. Die Aufrüstung ist teuer und birgt Gefahren. Außerdem unterstützt sie den russischen Präsidenten Wladimir Putin, der den Truppenaufmarsch weiter propagandistisch nutzen wird. Ähnliches gilt übrigens für die Debatte über weitere wirtschaftliche Sanktionen, deren Folgen die Falschen treffen und die – wenn überhaupt – langfristig wirken.

Der Westen sollte sich endlich eingestehen, dass ihm nicht viel mehr bleibt, als mit Russland weiter hartnäckig über Lösungen bei den Konflikten in der Ukraine und in Syrien zu streiten. Wenn der Nachbar nicht an einer friedlichen Lösung mitarbeiten will, dann ist das frustrierend. Er ist aber in beiden Konflikten einer der Akteure, mit denen verhandelt werden muss. Ein solches Vorgehen ist vernünftig und hat nichts mit Schwäche zu tun.

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