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Rückstand im Darknet

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Von: Georg Leppert

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87 000 Menschen wussten von dem Internet-Forum und haben es genutzt. Das ist eine erschreckend hohe Zahl
87 000 Menschen wussten von dem Internet-Forum und haben es genutzt. Das ist eine erschreckend hohe Zahl © dpa

Zehntausende wussten von der Kinderporno-Plattform "Elysium". Wie kann es sein, dass die Behörden ein halbes Jahr lang nichts merkten?

Männer vergewaltigen Kleinkinder und stellen Aufnahmen davon ins Internet. Andere verabreden sich online, um Jungen und Mädchen zu missbrauchen. Was sich auf der Internet-Plattform „Elysium“ abgespielt hat, ist verabscheuenswürdig und widerwärtig. Und das Wissen darum, dass es sich bei manchen Tätern um kranke Menschen handelt, macht die Empörung kein bisschen kleiner.

Doch jenseits des Ekels, den man ob der Taten empfindet, stellen sich Fragen, die die Ermittler im Bundeskriminalamt heute beantworten müssen. Fakt ist: 87 000 Menschen wussten von dem Internet-Forum und haben es genutzt. Das ist eine erschreckend hohe Zahl, offenbar zählte „Elysium“ zu den beliebtesten Plattformen im Darknet.

Und trotzdem konnte dieses Angebot – wir reden hier von Schwerstkriminalität – sechs Monate von den Behörden unbemerkt bleiben? Nachvollziehbar ist das nicht.

Ist es also wirklich ein Erfolg der Zentralstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität, wenn eine solche Plattform nach einem halben Jahr endlich geschlossen wird? Die lange Zeitspanne zeigt zumindest, wie groß der Rückstand ist, den Polizei und Justiz bei Taten im Darknet immer noch haben.

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