Pflege

Richtung stimmt

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Gesundheitsminister Spahn wirbt nicht nur für Pflegekräfte aus dem Ausland, er versucht auch bürokratische Hürden aus dem Weg zu räumen. Ein Kommentar.

Jens Spahn ist ein Politiker, der nicht lange fackelt, wenn er sich etwas vorgenommen hat. Dabei schießt der Gesundheitsminister immer mal wieder übers Ziel hinaus, Dennoch kann man seiner Arbeitsweise viel abgewinnen. So ist der Minister nach Mexiko und in den Kosovo gefahren, um dort auf die deutsche Pflege misere aufmerksam zu machen und Personal anzuwerben.

Und nun hat er mit dem Saarland eine Agentur aus der Taufe gehoben, die Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen bundesweit dabei helfen soll, ausländische Pflegekräfte so unkompliziert und schnell wie möglich nach Deutschland zu holen.

Und wie sieht es in der Praxis aus? Die Angeworbenen müssen monatelang auf ein Visum warten, für die Anerkennung der Berufsabschlüsse gibt es in jedem Bundesland eigene Regeln. Zwei Jahre dauert es im Schnitt, bis alle Genehmigungen für eine Arbeitserlaubnis vorliegen. Künftig soll alles schon nach sechs Monaten erledigt sein. Funktioniert die Agentur, sollte sie Schule machen. Denn nicht nur in der Pflege werden händeringend Fachkräfte gesucht. 

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