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Dachdecker haben größte Schwierigkeiten, bis zur Frühverrentung mit 63 durchzuhalten.
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Dachdecker haben größte Schwierigkeiten, bis zur Frühverrentung mit 63 durchzuhalten.

Diskussion um Rente mit 70

Rente mit 70 schadet niemandem, aber...

  • VonStefan Sauer
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Die "Rente mit 70" ist kein Folterinstrument, sondern ein Angebot für Arbeitnehmer. Gegen die auf Freiwilligkeit fußende Lösung ist nichts einzuwenden. Man sollte aber keine zu großen Erwartungen haben. Ein Kommentar.

Entgegen des ersten Anscheins ist die von BA-Chef Weise angeregte „Rente mit 70“ kein Folterinstrument, sondern ein Angebot für Arbeitnehmer: Wer länger arbeiten will, soll dies zu besseren Konditionen tun können als bisher. Gegen eine solche, auf Freiwilligkeit fußende Lösung ist nichts einzuwenden.

Im Gegenteil: Beschäftigte, die fit sind und gern noch eine Zeit im Beruf stehen möchten, profitieren ebenso wie Unternehmen, denen verdiente Mitarbeiter mit hoher Qualifikation und großer Berufserfahrung unersetzlich sind.

Man sollte zugleich keine zu großen Erwartungen an die „Rente mit 70“ knüpfen. Zusätzliche Anreize zum Weiterarbeiten werden in einzelnen Unternehmen und Berufsgruppen den Fachkraftmangel lindern können, mehr aber auch nicht. In vielen Berufen, in denen Nachwuchs fehlt, sind die Voraussetzungen, bis 68, 70 oder 72 weiter zu machen, schlicht nicht vorhanden.

Der schon sprichwörtliche Dachdecker, Bauarbeiter, Möbelpacker oder Altenpfleger haben schon größte Schwierigkeiten, auch nur bis zur Frühverrentung mit 63 durchzuhalten. Ähnliches gilt für 230.000 Berufskraftfahrer und 175.000 Krankenpflegekräfte , die einer aktuellen Studie aus dem Bundeswirtschaftsministerium zufolge in den kommenden Jahren aus dem Berufsleben ausscheiden werden und eine große Lücke in den Betrieben reißen werden.

Fazit: Die Rente mit 70 wird niemandem schaden, aber nur wenigen nützen.

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