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Für Millionen, insbesondere Frauen und Mädchen, bleiben die Verhältnisse katastrophal.

Weltwirtschaftsforum

Was die Reichen in Davos nicht spüren: Die Armut der Frauen

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Stundenlange Märsche auf der Suche nach Wasser, Arbeit ohne Lohn, Sorge für die Familie: Der jüngste Oxfam-Bericht bildet einen scharfen Kontrast zum Weltwirtschaftsforum. Der Kommentar.

In Davos zahlen Politiker, Unternehmer und andere nahezu 20 000 Euro für die Teilnahme am Weltwirtschaftsforum, dazu kommen horrende Preise für Hotels. Der Kontrast könnte nicht größer sein zu den Verhältnissen, die die Entwicklungsorganisation Oxfam in ihrer Studie über die un- oder drastisch unterbezahlte Arbeit von Frauen und Mädchen aufzeigt.

Auch wenn der Anteil der Menschen zurückgegangen ist, die weltweit in absoluter Armut leben: Für Millionen, insbesondere Frauen und Mädchen, bleiben die Verhältnisse katastrophal. Kilometerweit müssen sie oft laufen, um an Trinkwasser zu kommen. Freie Tage und gar Urlaub sind für sie Fremdwörter. Und die Folgen des Klimawandels dürften weitere Belastungen mit sich bringen – wegen häufigerer Dürren drohen noch weitere Wege zu Wasserstellen.

Aber der Blick muss sich auch auf die Industrieländer, auch auf Deutschland, richten. Auch hier wird Hausarbeit immer noch nicht wirklich anerkannt und die Bezahlung in der Pflege ist bescheiden bis schlecht.

Schritte gegen diese Verhältnisse sind überfällig. Die Mächtigen in Davos sollten sich dessen bewusst sein. Es gibt Ansätze zur Veränderung. Aber viele Frauen arbeiten und leben immer noch im Schatten. 

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