Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

China lockert die Ein-Kind-Politik.
+
China lockert die Ein-Kind-Politik.

China

Reformen mit Hintergedanken

Chinas Kommunistische Partei versteht sich in Selbstbeweihräucherung. Doch sie liefrt stest mehr als nur Worthülsen. Jetzt lockert sie ein paar Zügel. Von ihrer Ideologie trennt sie sich aber nicht. Ein Kommentar.

Von Inna Hartwich

Die Latte hatten sie sich selbst hochgelegt. Zu hoch. Hatten bereits von historischer Wende gesprochen, ohne eine einzige Debatte geführt zu haben. Dann schlossen sich die Funktionäre der Kommunistischen Partei ein, vier Tage lang. Nur nebulöse Begriffsungetüme à la „tiefgreifende Reformen“ ließen sie in die Welt hinaus.

Chinas Kommunistische Partei versteht sich in Selbstbeweihräucherung. Doch sie liefert auch, stets zu Abendstunden, und stets ein bisschen mehr als nur Worthülsen. Das Dokument ihrer geheimen Plenarsitzung liest sich wie ein Fahrplan, der lange erprobte und festgefahrene Regeln zumindest infrage stellt.

Macht statt Reform

Die Ein-Kind-Politik soll gelockert werden, die menschenverachtenden Umerziehungslager sollen abgeschafft werden, den Bauern sollen mehr Eigentumsrechte eingeräumt werden, das strikte Meldesystem, das vor allem aus der Landbevölkerung Menschen zweiter Klasse macht, soll reformiert werden.

„Gaige“, die Reform, ist das Lieblingswort der KP. Sie hat verstanden, wie anspruchsvoll ihr Volk geworden ist, also lockert sie ein paar Zügel. Von ihrer Ideologie trennt sie sich nie. Jede Lockerung wird mit der starken Führungsrolle der Partei untermalt. Die KP sagt zwar „Reform“, doch sie meint „Macht“, ihre eigene.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare