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Rasse, Blut und Fußball

  • VonTanja Brandes
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Der Fall Mesut Özil und wie internationale Medien ihn sehen

Nicht nur in der deutschen Presse wird der Rücktritt Mesut Özils aus der Fußballnationalmannschaft heftig diskutiert. Auch viele internationale Medien haben das Thema aufgegriffen – vor allem vor dem Hintergrund der von dem Rücktritt ausgelösten Rassismusdebatte.

„Es ging am Ende nicht mehr darum, dass Özil sich im türkischen Wahlkampf mit einem Autokraten fotografieren ließ, der Gegner seiner Politik einsperren lässt“, schreibt der „Kurier“ aus Österreich. „Vielmehr warf man Özil vor, kein echter Deutscher zu sein, sich nicht mit seinem Geburtsland zu identifizieren. Plötzlich war Nationalismus der übelsten Sorte im Spiel, der, wie eigentlich immer, am Ende in Rassismus umschlug.“

„Özil ist der Inbegriff des Migranten, der nicht reinpasst“, schreibt der britische „Guardian“. Er sieht Parallelen zwischen den rechten Kräften in Deutschland und in der Türkei. Sie ähnelten sich darin, „dass in beiden Ländern Ideen von ‚Rasse‘ und ‚Blut‘ weiterhin die Nation definieren.“

Die slowakische Zeitung „Dennik N.“ hingegen sieht den Nationalspieler selbst in der Verantwortung. „Ein in westlichen Werten erzogener Demokrat muss wissen, dass (...) das Ablehnen eines Diktators nichts damit zu tun hat, ob man sich zu seinen Wurzeln bekennt. Er muss auch wissen, dass die Kritik an der Unterstützung für so einen Diktator berechtigt ist, auch wenn diese Unterstützung aus Naivität geschehen sein mag.“ 

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