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Radfahrer haben im Stadtverkehr nicht leicht.
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Radfahrer haben im Stadtverkehr nicht leicht.

Pro

Radfahrer, erobert die Stadt zurück!

  • Jonas Nonnenmann
    VonJonas Nonnenmann
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Die Stadt Frankfurt subventioniert Fahrradhäuschen? Gut so - endlich sind es nicht mehr nur die Autofahrer, die von der Verkehrspolitik profitieren.

Viel zu lange wurde es von den Menschen hingenommen, dass die Straße in der Stadt dem Auto gehört. Wenn jetzt, wie im Frankfurter Nordend, die Stadt drei Autoparkplätze zu einem Fahrradhäuschen umfunktioniert, dann ist das nur: ausgleichende Gerechtigkeit.

Rund 12.000 Euro lässt die Stadt sich das Häuschen für zwölf Räder kosten. 12.000 Euro! Wieso zahlen die Radbesitzer das nicht selbst?

Wer diese Frage stellt, der sollte sich auch fragen, weshalb die Stadt immer noch (auch in der Innenstadt) tausenden Autofahrern die Parkplätze bezahlt und freihält – sei es in Form von Anwohnerparkplätzen wie im Nordend oder als „normale“ Parkplätze etwa rund um die Galluswarte und an vielen anderen Orten. Parkplätze, die es Pendlern erlauben, die Stadt bequem und billig zu verpesten und zuzuparken. Das alles in Lagen, in denen der Bodenwert der Parkplätze in Quadratmetern oft teurer ist als der alte Diesel, der darauf parkt. Das sollen die Autofahrer mal selbst bezahlen!

Stimmt ja, lässt sich einwenden, aber (nicht überdachte) Stellplätze für Fahrräder reichen doch aus. Doch wer mit einem neuen Fahrrad unterwegs ist, der weiß, wie schnell die Kette rostet und wie hoch das Risiko ist, dass das Fahrrad oder E-Bike am Abend nicht mehr dasteht.

Abschließbare Häuschen lösen die Probleme – und die von Anwohnern, die in der eigenen Wohnung keinen Platz für das Rad haben. Das alles ist im öffentlichen Interesse: Jeder Autofahrer, der aufs Fahrrad umsteigt, macht die Stadt lebenswerter und sauberer.

Wenn es an der Aktion im Nordend etwas zu kritisieren gibt, dann den Umstand, dass so wenige Radfahrer von dem Häuschen profitieren. Es braucht viel mehr von ihnen, die für viel mehr Menschen zugänglich sind – etwa durch ein Zugangs-Kontrollsystem wie bei Leihfahrrädern. Videokameras könnten, falls akzeptiert, dafür sorgen, dass die Türen von Radhäuschen gar nicht mehr abgeschlossen werden müssen. Steckdosen könnten E-Bike-Fahrern als „Tankstellen“ dienen.

Bürgerinitiativen wie der Radentscheid Frankfurt zeigen, dass die Zeit in deutschen Städten reif ist für Veränderungen. Radfahrer, holt euch die Stadt zurück! 

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