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Frauen in Führungspositionen? Eher selten.

Frauenquote

Quote ist Mist, muss aber sein

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Danke, dass wir wählen und ohne männliche Begleitung das Haus verlassen dürfen. Geht es jedoch um Chefposten, haben die Männer die Finger drauf. Ein Kommentar.

Danke, dass wir studieren dürfen. Danke, dass wir die Erlaubnis zum Arbeiten und Geldverdienen haben. Danke, dass wir wählen, ohne männliche Begleitung das Haus verlassen, Auto fahren, über unsere Kleidung und sogar über unsere Partner selber entscheiden dürfen. Alles nicht selbstverständlich, nicht hierzulande und anderswo schon gar nicht.

Und wohin führt das, wenn Mann Frau (nach harten Kämpfen) solch großzügigen Rechte gewährt? Sie wollen mehr – womöglich sogar die Hälfte von allem. Wollen Chef sein, die Richtung bestimmen. Das nimmt Mann hin im Falle einer Kanzlerin mit ihrem mickrigen Gehalt, das sie für mühsame Kompromisssuche bezieht. Aber dort, wo das Fällen von Entscheidungen mit gigantischem Einkommen vergütet wird – dort will doch Mann weiter seine Finger drauf haben. Hat eigentlich irgendwer geglaubt, die Herrenzirkel der Vorstände würden freiwillig die „Selbstverpflichtung“ erfüllen, ein Drittel der dort zu vergebenden Führungspositionen mit Frauen zu besetzen? Sie haben es nicht versucht, nicht mal erwogen. So kommt es, dass Frauenministerin Katarina Barley die Geduld verliert und gesetzlichen Zwang ausüben will.

Quote ist Mist. Sie suggeriert, dass Frauen es nicht mit Qualifikation, Kompetenz und Willen zu Verantwortung schaffen. Dass sie Stütze brauchen. Leider verzettelt sich die Frauenbewegung, besonders ihr feministischer Teil, bis heute in Albernheiten wie Sprechregeln oder Genderforschungs-Absurditäten, statt sich auf das Wesentliche zu konzentrieren: angemessene Teilhabe an der Macht, auch der wirtschaftlichen, Gehälterfairness und solche Dinge. Deutschland ist noch immer Männerland. Das ist schlecht für die Gesellschaft, denn gemischte Teams arbeiten auf jeder Ebene besser. Deshalb muss diese Quote sein.

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