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Quötchen statt Quote

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Von: Daniela Vates

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Die Frauenquote der Bundesregierung ist nur ein kleiner Fortschritt, weil sie nur für wenige Firmen gilt und nur einen kleinen Anteil von Frauen festschreibt

Natürlich sollte bei Stellenbesetzungen Kompetenz die zentrale Voraussetzung sein. Eine Frauenquote ändert daran nichts. Sie stellt aber sicher, dass auch kompetente Frauen zum Zug kommen. Es ist bedauerlich, dass das nicht von alleine geht.

Die Plätze in den Führungsetagen haben sich bisher auf sagenhafte Weise meist mit Männern gefüllt. In den Top-Firmen erreicht der Frauenanteil in den Top-Jobs mit Mühe den zweistelligen Prozentbereich. Dazu trägt die Beförderung nach Ähnlichkeitsmerkmalen bei. Ein Thomas entscheidet sich am liebsten für einen anderen Thomas. Kumpelwirtschaft könnte man sagen. Aber wenn Firmen ihre Zielvorgabe für den Frauenanteil in der Chefetage auf null festlegen, zeugt das nicht von Raffinesse, sondern von dreistem Platzhirschgehabe.

Was die Bundesregierung mit ihrem Gesetzentwurf zur Frauenquote auf den Weg gebracht hat, ist ein Fortschritt. Ein kleiner. Zwar soll es künftig nicht nur in Aufsichtsräten, sondern auch in Vorständen Frauen geben. Aber nur in börsennotierten Firmen mit paritätischer Mitbestimmung, das sind gerade 70. Dort soll nicht etwa Parität in der Chefetage gelten, nein: Vorstände mit drei oder mehr Mitgliedern müssen künftig eine Frau in ihre Runde lassen. Das ist ein Anfang. Aber es ist allenfalls ein Quötchen.

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