1. Startseite
  2. Meinung

Quälendes Hin und Her beim 49-Euro-Ticket

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Tim Szent-Ivanyi

Kommentare

Verkehrsminister Wissing (l.) und Finanzminister Lindner von der FDP sind – um es freundlich auszudrücken – nicht sonderlich engagiert, wenn es um das 49-Euro-Ticket geht.
Verkehrsminister Wissing (l.) und Finanzminister Lindner von der FDP sind – um es freundlich auszudrücken – nicht sonderlich engagiert, wenn es um das 49-Euro-Ticket geht. © Christophe Gateau/dpa

Das 49-Euro-Ticket hat das Zeug, die Verkehrswende einen riesigen Schritt nach vorne zu bringen. Das klappt aber nur, wenn endlich alle Beteiligten an einem Strang ziehen. Der Kommentar.

Das Hin und Her bei der Nachfolge des Neun-Euro-Tickets ist nur schwer zu ertragen. Erst ging es um die Frage, ob das Deutschland-Ticket nun 29, 49 oder vielleicht sogar 69 Euro kosten soll. Dann waren zwar Preis und angeblich auch die Finanzierung geklärt, doch sofort ging es um das Startdatum. Erst war Januar 2023 geplant, dann wurde der März für realistisch gehalten, jetzt der April. Doch mittlerweile steht sogar der Mai im Raum.

Es drängt sich der Eindruck auf, dass eigentlich keiner der Beteiligten das Ticket wirklich will. Verkehrsminister Wissing und Finanzminister Lindner von der FDP sind – um es freundlich auszudrücken – nicht sonderlich engagiert, die Länder fordern immer mehr Geld, und die Verkehrsunternehmen sagen stets nur, was alles nicht geht.

Damit das Deutschland-Ticket nicht zum Rohrkrepierer wird, müssen Bund und Länder zusagen, bei Bedarf Geld nachzuschießen. Ihre Beratungen Ende kommender Woche müssen sie dazu nutzen, endlich eine ausreichende Finanzierung zu beschließen.

Das 49-Euro-Ticket hat das Zeug, die Verkehrswende einen riesigen Schritt nach vorne zu bringen. Wenn die Umsetzung dann noch bis Februar oder März dauert, ist das akzeptabel. Alles andere wäre ein Armutszeugnis.

Auch interessant

Kommentare