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Shinzo Abe konnte sich bei den Wahlen in Japan durchsetzen.

Japan

Populisten gehen leer aus

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Japans Premier Shinzo Abe gelingt es, sich bei den Wahlen gegen die populistische Konkurrenz durchzusetzen. Die Japaner widersetzen sich damit dem weltweiten Trend - ein Kommentar.

Shinzo Abe ist es gelungen, sich gegen einen weltweiten Trend zu stellen. Die etablierten Regierungsparteien der Nachkriegsjahrzehnte kämpfen derzeit in vielen Ländern ums Überleben. Sie verlieren Stimmen an Außenseiter aus verschiedenen Richtungen. Abe hat an dieser Front nun einen wichtigen Teilsieg für seine Partei errungen. 

Die Liberaldemokraten sind in Japan das Establishment. Sie regieren seit Jahrzehnten fast ununterbrochen. Sie stecken mit den Wirtschaftsbossen unter einer Decke und sehen das Heil in mehr Globalisierung. Damit handelt es sich um die klassischen Feindmuster der Populisten.

Die ehemals parteilose Gouverneurin von Tokio, Yuriko Koike, sah darin eine Chance. Sie hat ihre Version einer Anti-Establishment-Partei gegründet. Doch die Sprüche haben (noch) nicht verfangen.

Abe selbst bedient populistische Regungen. Er setzt auf patriotische Symbole und gibt sich hart gegen China. Das alles heißt nicht, dass Japan für immer gegen die Angriffe der Außenseiter immun ist. Doch Abe hält bisher die Stellung. 
 

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