G7-Gespräche

Pompeos Farce

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Der US-Außenminister findet es leider wichtiger, mit China einen Schuldigen für die Pandemie zu benennen, als sie gemeinsam zu bekämpfen. Der Kommentar.

Zur Bekämpfung einer globalen Pandemie braucht es globale Zusammenarbeit. Doch im Angesicht der weltumspannenden Gefahr suchen die Nationalstaaten ihr Heil in Abschottung. Dass selbst die führenden sieben Industrienationen nicht zu einer gemeinsamen Strategie imstande sind – ja nicht mal zu einer gemeinsamen Erklärung –, verschlimmert die Krise.

Haarsträubend ist der Grund dafür, dass die Außenminister der G7-Staaten bei ihrer Videokonferenz keinen Text verabschieden konnten. US-Außenminister Mike Pompeo bestand auf der Bezeichnung „Wuhan-Virus“. Eine Farce, die die wahren Prioritäten der US-Regierung offenbart: Nicht der Bekämpfung der Krankheit misst Washington höchste Priorität bei, sondern seinem geopolitischen Machtkampf mit China.

China betreibt viel Aufwand, seinen anfangs katastrophalen Umgang mit dem Virus vergessen zu machen. Doch die plumpe Schuldzuweisung der US-Amerikaner hilft nicht. Selbst in dieser Krise verweigern sie sich der Kooperation. Die Europäer sind auf sich gestellt. Umso dringender ist da die Kooperation untereinander.

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