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Schwerpunkt des Bildungsberichts 2018 ist das Thema "Wirkungen und Erträge von Bildung".

Bildung

Politik muss nachsitzen

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Wieder gibt eine Studie dem Bildungssystem und damit den politisch Verantwortlichen zu Recht schlechte Noten.

Wie viele Berichte und Studien muss es eigentlich noch geben, bis Politikerinnen und Politiker endlich die Defizite in Kindergärten, den unterschiedlichen Schulformen und Universitäten beseitigen? Spätestens der Pisa-Schock zu Beginn der Nuller Jahre hat gezeigt, wie sehr das deutsche Bildungsystem im internationalen Vergleich hinterherhinkt.

Seither haben immer neue Untersuchungen auf zusätzliche Missstände hingewiesen – so wie jetzt der Bildungsbericht, der einen guten Überblick über die Probleme gibt. An Kitas, Schulen und Universitäten werden immer mehr Plätze benötigt und überall fehlt ausreichend Personal, um den wachsenden Anforderungen gerecht zu werden.

Die Politik reagiert darauf, aber nie schnell genug und schon gar nicht ausreichend. Ein Beispiel: Seit 1995 stieg die Zahl der Studierenden von 1,85 Millionen um rund 50 Prozent auf inzwischen etwa 2,7 Millionen. Damit studiert etwa die Hälfte eines Jahrgangs. Bund und Länder erhöhten zwar die Mittel, doch die Ausgaben pro Student sanken. Ähnliches gilt auch für die anderen Bildungsbereiche.

Die Studien werden dem Bildungssystem also nur dann bessere Noten geben können, wenn diese Gesellschaft sich durchringt, mehr Geld für den Nachwuchs auszugeben.

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