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Aufgrund der niedrigen Zinsen könnte für viele Senioren das Geld knapp werden.
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Aufgrund der niedrigen Zinsen könnte für viele Senioren das Geld knapp werden.

Kommentar Lebensversicherung Niedrigzinsen

Politik muss handeln

  • Markus Sievers
    VonMarkus Sievers
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Die Folgen der Niedrigzinsen für Lebensversicherer sollen gerechter verteilt werden. Die kündigte Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) an. Eine gute Idee?

Kaum einem Finanzprodukt vertrauen die Deutschen so wie der Lebensversicherung. Millionen Bundesbürger sorgen damit fürs Alter vor, nicht wenige sogar mit mehreren Verträgen. Kaum eine Branche stößt auf so viel Misstrauen wie die Versicherungsbranche. An diesen Ängsten ist Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) gescheitert, als er mit der schwarz-gelben Koalition die Auswirkungen der mickrigen Zinsen gerechter zwischen den Generationen verteilen wollte.

Hoher Preis

Die Versicherer müssen Gewinne an die Kunden ausschütten, die nur auf dem Papier existieren. Es handelt sich dabei um Bewertungsreserven älterer Papiere mit höheren Zinsen. Das aber schwächt die Assekuranzen und schadet damit allen, die erst in ferner Zukunft ihre Lebensversicherung ausgezahlt bekommen. Es ist daher gut, dass Union und SPD das Problem anpacken und für mehr Fairness zwischen Jüngeren und Älteren sorgen wollen.

Gerade hat die Europäische Zentralbank ihre Zinsen noch einmal gesenkt – auf Rekordtief. Für die ultralockere Geldpolitik gibt es gute Argumente, solange große Teile der Währungsunion in der Krise stecken. Doch die Sparer und damit alle, die privat für ihr Alter vorsorgen, zahlen einen hohen Preis. Das lässt sich kaum ändern, es sei denn, jemand hätte ein Patentrezept für einen Aufschwung in Europa. Sofort korrigieren aber kann die deutsche Politik eine unsinnige Regulierung, die für viele Lebensversicherte die Nachteile durch die niedrigen Zinsen unnötig verschärft.

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