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Polit-PR genügt nicht

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Von: Stefan Winter

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Hilfskräfte aus dem Ausland für die Abfertigung auf den Flughäfen hatte die Polizik Ende Juni versprochen – und das Versprechen nicht gehalten.
Hilfskräfte aus dem Ausland für die Abfertigung auf den Flughäfen hatte die Polizik Ende Juni versprochen – und das Versprechen nicht gehalten. © Julian Stratenschulte/dpa

Die geringe Zahl der angworbenen Hilfskräfte für hiesige Flughäfen zeigt erneut, dass hierzulande eine Strategie fehlt, mit der der Mangel an Arbeitskräften beseitigt werden kann. Der Kommentar.

Gleich drei Mitglieder des Bundeskabinetts traten Ende Juni vor die Kameras, um die offenbar wirklich wichtigen Probleme dieser Zeit zu lösen: Fix würden Hilfskräfte aus dem Ausland angeworben für die Abfertigung auf den Flughäfen. Das war aber nur hektische Polit-PR zur Rettung des bedrohten Ferienfriedens. Denn die Zahl der Angeworbenen bleibt weit hinter den erhofften 2000 zurück, und sie kommen zu spät, um am Chaos noch nennenswert etwas zu ändern.

Dies war nicht der erste verkorkste Versuch, Arbeitskräfte aus dem Ausland zu holen. Egal, ob es um IT-Fachkräfte geht, um Pflegepersonal oder eben Helfer am Flughafen: Akute Probleme führen zu publikumswirksamen Aktionen und die führen – in der Regel – zu nichts.

Zu ihrem Amtsantritt an der Spitze der Arbeitsagentur hat Andrea Nahles gerade festgestellt, dass der Bedarf an Arbeitskräften in den nächsten Jahren ohne Zuwanderung nicht einmal annäherungsweise gedeckt werden könne. Das ist keine übermäßig neue Erkenntnis, aber von einer Strategie ist bisher wenig zu sehen.

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