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Wenn die Klinik kleinlich spart

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Überall fehlt es an Pflegepersonal. Aber die Krankenhäuser bilden viel zu wenig aus. Das kann sich rächen.

Es gibt wenige Feststellungen, die so unumstritten sind: Deutschland braucht mehr Pflegepersonal. Krankenhausabteilungen sind so knapp besetzt, dass ein Ausfall die Schichtpläne ernsthaft durcheinanderbringen kann. Umso erstaunlicher ist es, wenn Krankenhäuser darauf verzichten, Fachpersonal auszubilden – die Leute also, die sie selbst händeringend suchen.

Natürlich brauchen Auszubildende Betreuung, natürlich ist damit Aufwand verbunden. Das passt möglicherweise nicht in die Finanzplanung von Kliniken, die zunehmend als gewinnorientierte Unternehmen arbeiten. Aber so auf die Sache zu blicken, zeugt von einem reichlich begrenzten Horizont, es ist ein kleinliches Sparen am falschen Ende.

Nachhaltige Planung geht jedenfalls anders. Profitieren würden davon alle: die Patienten, die besser versorgt würden. Die Beschäftigen, die ihren Job mit mehr Ruhe ausfüllen könnten, statt von einer Lücke in die nächste zu springen. Und die Krankenhäuser, die etwas sicherer sein könnten, auch mittelfristig genügend Personal zu finden.

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