Noch besteht Hoffnung für das deutsch-amerikanische Verhältnis.
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Ein Bild aus besseren Zeiten der transatlantischen Partnerschaft. Doch noch besteht Hoffnung für das deutsch-amerikanische Verhältnis.

Kommentar zum deutsch-amerikanischen Verhältnis

Wenn Trump die Wahl gewinnt, ist nichts mehr zu retten

  • Markus Decker
    vonMarkus Decker
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Mit der guten transatlantischen Partnerschaft von einst hat das, was US-Präsident Donald Trump gegenüber Deutschland vollführt, nichts mehr zu tun. Gewinnt er die Wahl, ist wohl nichts mehr zu retten. Der Kommentar.

Der Stil ist – um es militärisch zu formulieren – „unter aller Kanone“. US-Präsident Donald Trump weist offenbar an, die Zahl der Soldaten in Deutschland zu reduzieren, ohne dass die deutsche Seite offiziell davon erfährt. Der Vasall hat das hinzunehmen.

Für die deutsche Sicherheit hätte der Teilabzug keine große Bedeutung. Alarmierend ist der Vorgang trotzdem. Er zeigt eine fortgesetzte Zerrüttung des deutsch-amerikanischen Verhältnisses an. Gestritten wird über den Rückzug der USA aus dem INF-Vertrag über nukleare Mittelstreckenwaffen, den angekündigten Rückzug aus dem Open-Skies-Vertrag, den Umgang mit dem Iran und die Höhe der Militärausgaben. Immer öfter erwartet die Trump-Administration blinde Gefolgschaft. Immer seltener ist die Bundesregierung dazu bereit – was der Mann im Weißen Haus mit neuem Zorn quittiert. Mit Partnerschaft hat das alles nichts mehr zu tun.

Sollte Trump die Wahl im November gewinnen, wäre das Bündnis wohl nicht mehr zu retten. Sollte er sie verlieren, wäre ein Neuanfang im Geiste der Erleichterung denkbar. 

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