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Olaf Scholz wird sich über die Razzien bei G20-Gegnern wohl gefreut haben.

G20

Olaf Scholz im Glück

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Trotz der Razzien bei G20-Gegnern: Man sollte auch an die Überheblichkeit von Olaf Scholz erinnern. Der Kommentar von Stephan Hebel.

Olaf Scholz wird es ganz gern gehört haben. Häuser durchsucht, ein Mann festgenommen: Die Welt wird wieder einmal an den Hamburger G20-Gipfel im vergangenen Jahr erinnert. Beziehungsweise daran, dass ein Teil der Protestierenden damals die Grenzen des Erlaubten weit überschritten hat.

Dass aus diesem Anlass wieder einmal ausschließlich von den Gewalttätern auf Demonstranten-Seite die Rede ist, passt dem ehemaligen Bürgermeister sicher in den Kram.

Man relativiert keine der Taten, die die Polizei vollkommen zu Recht verfolgt, wenn man auch aus diesem Anlass auf den größeren Zusammenhang verweist: Scholz glaubte in der ihm eigenen Überheblichkeit, ein solches, aus guten Gründen umstrittenes Ereignis mitten in eine Großstadt legen zu können. 

Wie schön wäre es gewesen, wenn die Gegner des Staatenlenker-Treffens massenhaft, aber auf friedliche Weise für eine Blockade dieses großspurigen Experiments gesorgt hätten. Leider hat eine Minderheit das verhindert. Sie trägt Mitschuld daran, dass sich Scholz womöglich auch noch als moralischer Sieger fühlt.

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