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Entlastung? Ja, aber ohne Gießkanne!

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Von: Christoph Höland

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Der diskutierte Tankrabatt  hätte vor allem Gutverdienenden geholfen.
Der diskutierte Tankrabatt hätte vor allem Gutverdienenden geholfen. © Stefan Sauer/dpa

Die Bundesregierung ist mit ihrem Entlastungspaket für die Folgen des Krieges hierzulande erfolgreicher als gedacht, muss aber nachbessern. Der Kommentar.

Der russische Angriff auf die Ukraine erzeugt unermessliches Leid – und er wird eine sehr, sehr teure Angelegenheit, wie Verbraucherinnen und Verbraucher an Tankstellen und in Supermärkten spüren. Es ist deshalb richtig, dass die Bundesregierung für Entlastung sorgt. Mindestens so wichtig ist aber, dass sie nicht nach dem Gießkannenprinzip verfährt.

Die jüngsten Forschungsergebnisse zeigen, dass die Bundesregierung die Gratwanderung offenbar schafft: Entlastungen kommen dort an, wo sie am dringendsten benötigt werden – was längst nicht alle erwartet hatten. Der zwischenzeitlich diskutierte Tankrabatt etwa hätte vor allem Gutverdienenden geholfen.

Verbesserungsbedarf gibt es trotzdem: Rentnerinnen und Rentner kommen im jüngsten Entlastungspaket zu kurz. Effizient wäre es außerdem, auf Energieeinsparungen zu setzen. Vor allem dieses Ziel ist freilich deutlich schwerer zu erreichen, als geliehene Milliardensummen auszugeben, wie sich derzeit bei der Debatte um ein Tempolimit zeigt.

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