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Der Ölmarkt kollabiert.

Energiepreise

Öl-Länder unter Druck

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Der Preis für Öl sinkt und zwingt erdölfördernde Staaten wie Russland oder Sausi-Arabien dazu, ihre Volkswirtschaften schneller als gedacht umzubauen. Ein Kommentar.

Ein Negativpreis von 100 Dollar pro Fass Rohöl ist keine durchgeknallte Fantasie mehr. Jetzt tritt ein, was vor kurzem kaum jemand für möglich gehalten hat. Der Ölmarkt kollabiert. Negativpreise – der Erzeuger muss draufzahlen, um sein Produkt loszuwerden – werden kommen, weil die Tanklager voll sind und die Pumpen so schnell gar nicht abgestellt werden können.

Diese Situation ist durch das weltweite Herunterfahren der Wirtschaft entstanden. Immer mehr spricht dafür, dass der Moment der historisch höchsten Nachfrage überschritten ist. Das Förderkartell Opec hatte gehofft, dass dies erst um das Jahr 2040 herum der Fall sein wird.

Mobilität wird als größter Treiber für die Nachfrage nach Sprit in den nächsten zwei, drei Jahren nicht wieder in Schwung kommen. Irgendwann fliegen die Jets zwar wieder. Aber dann setzt sich Elektromobilität immer stärker durch. Die Pandemie wirkt wie ein Katalysator. Die Ölförderländer müssen ihre Volkswirtschaften schnell umbauen. Hoffentlich gelingt das. Die Gefahren durch Verwerfungen von Russland bis Nigeria sind immens. 

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