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Klimakanzlerin a. D.: Angela Merkel
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Klimakanzlerin a. D.: Angela Merkel

Kommentar

Nur Mut

  • Joachim Wille
    VonJoachim Wille
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Pünktlich zur Gipfel-Halbzeit stellt sich Angela Merkel in ihrem Video-Podcast der Frage, was aus dem Klimaschutz wird. Eine Antwort bleibt sie aber schuldig. Unser Kommentar.

Es war keine Sonntagsrede, sie kam schon am Samstag. Genau zur Halbzeit des UN-Klimagipfels in Bonn. Klimakanzlerin a. D. Angela Merkel widmete ihren wöchentlichen Video-Podcast der Frage: „Was wird aus dem Klimaschutz?“ Die Industriestaaten hätten die „Verantwortung dafür, dass sich die Dinge ändern“, sagte sie da. Ein heller Moment. Denn sie hätten die Atmosphäre, historisch gesehen, ja schon sehr viel mehr angeheizt als die anderen Länder. 

Auch für eine Sonntagsrede hätte der Text prima gepasst. Merkel blieb die Antwort schuldig, warum die Bundesrepublik beim Klimaschutz unter ihrer Führung seit 2009 neben der Spur ist. Wie es besser werden soll, verriet sie auch nicht. Dabei wären ja auch die ineinander verhakten Jamaika-Verhandler für einen Tipp dankbar gewesen. 

Erfrischend ist zu sehen, wie sich andere Politiker und Aktivisten nicht von ihrer Mission abbringen lassen, wenn der Zeitgeist, Lobbyisten oder durchgeknallte Politiker sich in ihren Weg stellen. Der kalifornische Gouverneur Jerry Brown aus Trump-Land hat eine Pro-Klima-Allianz aus US-Staaten und internationalen Partnern zustande gebracht, die die drittgrößte Wirtschaftsmacht der Welt darstellt. Da sieht man, was Mut in der Politik vermag.

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