+
Einsatzfahrzeuge der Polizei stehen am Stuttgarter Flughafen.

Terrorabwehr

Auf Nummer sicher gehen

  • schließen

Bei Terroralarmen weiß man hinterher nie, ob sie angebracht waren oder nicht. Man kann aber aus den Ereignissen an den Flughäfen in Stuttgart und Paris lernen. Ein Kommentar.

Es ist wie so häufig bei Terroralarmen: Man weiß hinterher nie, ob sie angebracht waren oder nicht. Man kann aber aus den Ereignissen an den Flughäfen in Stuttgart und Paris lernen.

So lässt sich sagen, dass erneut Dschihadisten aus einem Maghreb-Staat beteiligt sind. Daraus ergibt sich ein Muster. Die derzeit Verdächtigen haben Marokko-Bezug. Anis Amri, der Attentäter vom Breitscheidplatz, kam aus Tunesien. Chérif Chekatt, der Attentäter von Straßburg, hat algerische Wurzeln. Und es sieht so aus, als hätten die Sicherheitsbehörden über europäische Grenzen hinweg professionell kooperiert, genauer: jene Deutschlands und Frankreichs.

Gleichwohl bleibt Terrorabwehr für Polizei und Geheimdienste ein Vabanquespiel. Sie haben es mit Gefährdern zu tun, aber auch mit Wichtigtuern. Es gibt Dschihadisten, die kein Attentat begehen – und versierte Kriminelle, die plötzlich aus vordergründig islamistischen Motiven Menschen umbringen.

Die Sicherheitsbehörden müssen abwägen. Sie werden bei einem Anschlag oft gescholten, für einen verhinderten Anschlag aber selten gelobt. Jetzt sind sie im Lichte der Weihnachtsmarkt-Anschläge Amris und Chekatts und so kurz vor Heiligabend offenbar auf Nummer sicher gegangen. Gut so. 

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare