Rechtsextremismus in der Elitetruppe KSK: Kramp-Karrenbauer droht auch mit deren Auflösung - doch das wird wenig helfen.
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Rechtsextremismus in der Elitetruppe KSK: Kramp-Karrenbauer droht auch mit deren Auflösung - doch das wird wenig helfen.

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Notwendige Härte gegen rechts

  • Daniela Vates
    vonDaniela Vates
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Endlich reagiert das Verteidigungsministerium auf Rechtsextremismus im Kommando Spezialkräfte (KSK). Aber auch die Truppe selbst, di Bundeswehr als Ganzes, muss etwas tun. Der Kommentar.

Lange war das Thema Rechtsextremismus in der Bundeswehr ein Tabu. Den Ärger bekamen diejenigen ab, die darüber sprachen. Übertreibung, Missgunst und generelle Skepsis gegenüber der Truppe wurden unterstellt, statt zu ergründen, ob nicht wirklich etwas falsch läuft.

Hinweise darauf gab es genügend. Und bereits die offenkundige Affinität von Rechtsextremen fürs Militärische wäre ja Grund genug für einen besonders kritischen Blick gewesen. Nun hat das Verteidigungsministerium endlich mal genauer hingesehen – und die Analyse fällt verheerend aus.

Ministerin Annegret Kramp-Karrenbauer reagiert rigoros. Sie verordnet der Elitetruppe einen Einsatzstopp und löst die für Ausbildung zuständige Einheit auf. Diese Härte ist notwendig – zum Schutz des Staates, aber auch, um den vielen Soldaten, denen kein Vorwurf zu machen ist, ein annehmbares Arbeitsumfeld zu schaffen.

Kramp-Karrenbauer droht auch mit der Auflösung der Elitetruppe. Das allerdings wird wenig helfen. Schließlich stellt das Ministerium gleichzeitig fest, dass die Bundeswehr die Spezialkräfte dringend benötigt. Das Umdenken muss also aus der Truppe kommen. Die KSK und auch die Bundeswehr als Ganzes sollte die Chance nutzen. Ein Kommando von oben reicht nicht.  

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