Umweltschutz

Notlage der Natur

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Wenn Tiere nicht besser geschützt werden und Landwirte nicht dramatisch anders arbeiten, droht der Tier- und Pflanzenwelt hierzulande eine Katastrophe.

Deutschland hat große Probleme. Als größtes führt sich aktuell die Pandemie auf – sie hat das Duett aus Klimakrise und bedrohter Artenvielfalt in der Wahrnehmung weit zurückgedrängt.

Deshalb ist es gut, dass die Bundesumweltministerin gerade jetzt Gelegenheit hat, mit dem Bericht zur Lage der Natur die Aufmerksamkeit auf die Fakten zu lenken: Zwei Dritteln aller Tiere, Pflanzen und Lebensräume in Deutschland geht es nicht gut genug für die Richtlinien der EU. Insekten sterben uns weiterhin in beängstigendem Ausmaß weg. Gewässer und Grünland sind bedroht. Und: Nur ein Bruchteil der Landwirte hat offenbar verstanden, was auf dem Spiel steht. Besonders in der Agrarzone geht die Tierwelt vor die Hunde.

Gerade hat die weltweit naturpolitisch agierende Zoologische Gesellschaft Frankfurt wieder auf den Zusammenhang hingewiesen: Naturschutz und der Kampf um die Artenvielfalt sind nicht nur milde Taten für niedliche Wesen. Eine intakte Umwelt ist Garant und Grundlage unseres eigenen Überlebens – und sie hilft beispielsweise, Pandemien von vornherein zu vermeiden. So bedingt ein großes Problem das andere. Wir tun gut daran, gerade jetzt noch härter für den Erhalt der Naturvielfalt und des Klimas zu arbeiten. Dem Hitzesommer ist Corona nämlich egal.  

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