Raketentests

Nordkoreas Schwäche

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Die internationale Gemeinschaft wird wohl dem Regime trotz der berechtigten Kritik an dessen Raketentests dem Land helfen müssen, damit die Menschen durch die Coronakrise kommen. Der Kommentar.

Es ist beunruhigend, wenn Nordkorea zum vierten Mal im März eine Rakete testet. Japaner und Südkoreaner haben mit dem Coronavirus genug zu tun und können auf zusätzliche Bedrohungen verzichten. Machthaber Kim Jong Un wird damit US-Präsident Donald Trump auch nicht dazu bringen, die Atomgespräche fortzusetzen, die sie im Februar vergangenen Jahres ergebnislos abgebrochen hatten.

Die internationale Gemeinschaft wird dem Regime in Pjöngjang dennoch helfen müssen. Die Machthaber haben Raketentests in Krisenzeiten bereits mehrfach dazu missbraucht, um Güter des Lebens zu bekommen. Die wenigen Nachrichten aus dem abgeschotteten Land deuten darauf hin, dass auch Nordkorea mit Covid-19 zu kämpfen hat. Die Krankenhäuser sind aber nicht in der Lage, Patienten angemessen zu behandeln. China hat bereits dazu aufgerufen, die Sanktionen gegen Nordkorea zu lockern. In diesem Fall wird es nicht reichen, wenn Trump die Beziehungen zu Pjöngjang verbessern will, wie er in einem Brief schrieb, mit dem er auf einen vorangegangenen Raketentest antwortete. 

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