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Shake hands für die Kameras: Kim Jong Un und Wladimir Putin in Wladiwostok.

Atomstreit

Ein Treffen, das nicht vergebens war

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Auch wenn das Treffen von Kim Jong Un und Putin wenig zur Lösung des Atomkonflikts beitragen kann - wichtig dürfen sich die beiden schon fühlen. Der Kommentar. 

Beim Treffen des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong Un und des russischen Präsidenten Wladimir Putin ging es nur vordergründig um die Denuklearisierung der koreanischen Halbinsel. Moskau und Pjöngjang wollen das Atomprogramm Pjöngjangs nur schrittweise abbauen. Die USA und fast der Rest der Welt fordert einen sofortigen Stopp. Moskau ist dafür ohnehin die falsche Adresse. Ohne Peking und Washington geht gar nichts.

Kim und Putin wollen vor allem zeigen, wie wichtig sie international sind. Kim kann vor allem innenpolitisch verdeutlichen, dass er mit den wichtigen Nationen spricht. Putin dokumentiert, welchen Einfluss sein Land noch immer hat. Sie haben aber nicht dazu beigetragen, die eigentlichen Probleme zu lösen. Kim benötigt Partner, die helfen, die marode Infrastruktur des Landes aufzubauen. Doch das verhindern die UN-Wirtschaftssanktionen.

Vergebens war der Gipfel aber nicht. Die bilateralen Beziehungen werden belebt. Womöglich regeln sie etwa den Verbleib von Tausenden nordkoreanischen Arbeitern in Russland. Sie schicken viel Geld nach Hause.

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