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Windige Geschäftsmodelle – bei Greensill eine Mischung aus Geldeintreiben und Schneeballsystem – werden in den Rathäusern nicht hinreichend verstanden.
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Windige Geschäftsmodelle – bei Greensill eine Mischung aus Geldeintreiben und Schneeballsystem – werden in den Rathäusern nicht hinreichend verstanden.

Kommentar

Nötig ist mehr Finanzwissen

  • Frank-Thomas Wenzel
    VonFrank-Thomas Wenzel
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Ein Debakel wie im Fall der Greensill-Bank lässt sich künftig nur verhindern, wenn eine schnelle Eingreiftruppe bei der Finanzaufsicht eingerichtet wird. Der Kommentar.

Das wirkt wie ein virales Geschehen, das sich unbemerkt ausbreitet, aber immer wieder schwere Verläufe zeitigt. Gemeint ist die Vernichtung von Steuergeld durch Kommunen, die Einnahmen in fragwürdige Geldanlagen stecken. So wie jetzt bei der Bremer Greensill-Bank geschehen. Die Mutter hat ihre Zahlungsunfähigkeit erklärt. Kommunen haben einen höheren dreistelligen Millionen-Euro-Betrag verbrannt.

Verantwortlich dafür sind viele. Stadtkämmerer, die allzu naiv agieren. Aktuell ging es darum, Steuereinnahmen vor Negativzinsen zu schützen. Greensill machte passende Offerten mit hohen Zinsen für Tages- und Festgeld. Verschärfend kommt hinzu, dass windige Geschäftsmodelle – bei Greensill eine Mischung aus Geldeintreiben und Schneeballsystem – in den Rathäusern nicht hinreichend verstanden werden.

Zudem sind Bankenaufseher fast immer Juristen, denen es um wasserdichtes Handeln geht – das braucht Zeit. Deshalb schreitet die Aufsicht so oft zu spät ein. Dringend notwendig ist mehr Finanzwissen in Rathäusern und eine schnelle Eingreiftruppe bei der Finanzaufsicht.

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